An Gemeindemultiplikation von Anfang an denken

Rolf J. Dietz - 19.12.2017


Zu meinen „ich werde eine Gemeinde aufbauen, und wenn sie auf-
gestellt ist, werde ich beginnen, an Multiplikation zu denken“ wird
den Multiplikationsprozess extrem verlangsamen: der Missionar,
der mittelfristig darauf zielt, eine einzige Gemeinde zu pflanzen,
erkennt nicht als dringend, die Aufgabe, aus jedem Mitglied, ein
neuen Mitarbeiter zu bilden, weil er selbst die meisten Aufgaben
erledigen kann, die in seine Gemeinde entstehen. Die Leiter-
schaftsbildung entwickelt sich langsam und es wird sehr lange
dauern, bis sie eine Tochter-Gemeinde gründen kann, wenn über-
haupt.
Wer an Multiplikation von vorne herein im Auge hat, strengt sich
an, die größtmögliche Zahl neuer Mitarbeitern zu bilden, indem er
versucht, aus jeden Mitglied ein Mitarbeiter zu machen (Eph 4,
1Kor 12, Rö 12). Dies bewirkt, dass die Gemeinde schneller wächst
und dass es nicht lange dauert, bis ein „Überschuss“ an Mitarbei-
tern entsteht, der genutzt werden kann, um eine neue Gemeinde
zu gründen.
Wenn die Idee einer fortlaufende Bildung von Mitarbeitern in der
lokalen Gemeinde im „Lebensstil“ der Gemeinde fest verankert ist,
wird mittelfristig der Mitarbeiter „Überschuss“ automatisch ge-
schehen. Dies wird, fast zwingend, die Notwendigkeit herbeiführen
neue Gemeinden zu pflanzen, so dass die gereifte Mitarbeiter Feld
für ihren Einsatz finden.

 

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